Demokratische Bewegungen und Politik in Sachsen, Thürigen und Anhalt

Forschungsprojekt

Demokratische Bewegungen und Politik in Sachsen, Thürigen und Anhalt 1830-1930

Leiter/innen / Koordinator/innen des Vorhabens:
Prof. Dr. Helga Grebing; Prof. Dr. Hans Mommsen; Dr. Karsten Rudolph

Am Vorhaben beteiligte Wissenschaftler/innen:
Prof. Dr. Peter Brandt; Prof. Dr. Dieter Langewiesche (Univ. Tübingen); Prof. Dr. Richard Saage (Univ. Halle); Prof. Dr. Klaus Schönhoven (Univ. Mannheim); Dr. Beate Häupel; Christopher Hausmann; Torsten Kupfer; Dr. Mathias Seidel; Jürgen Schmidt

Kurzbeschreibung:
Die zentrale Fragestellung des Projektes betrifft die politik- und sozialgeschichtliche Analyse der Entwicklungsstufen demokratischer Politiken und Bewegungen in Sachsen, Thüringen und Anhalt zwischen der Julirevolution 1830 und dem Niedergang der Weimarer Republik 1930. Im Mittelpunkt der Forschung steht die Untersuchung der politisch-sozialen Genese und Ausformung des Bürgertums und der Arbeiterschaft bzw. der (links)liberalen Bewegungen und der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung sowie besonders ihres Verhältnisses zueinander.

Laufzeit:

02/1992 - 12/1995

Inlandskooperationen:

  • Univ. Leipzig, Historisches Seminar - "AG Sachsen im 20. Jh."

Förderinstitutionen:

  • Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung
  • Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, Essen
  •  MWF-NW

Publikationen:

  • Häupel, B.: Zwischen Tradition und Staatsverantwortung. Die Sozialdemokratie in Sachsen und Thüringen im Vergleich, zus. m. M. Seidel, in: W. Bramke/U.Heß (Hg.): Sachsen und Mitteldeutschland. Politische, wirtschaftliche und soziale Wandlungen im 20. Jahrhundert, Weimar/Köln/Wien 1995, S. 415-434
  • Rudolph, K.: Epoche und demokratische Frage, in: Geschichte als Möglichkeit. Über die Chancen von Demokratie. Festschrift für Helga Grebing, hrsg. zus. mit Christl Wickert, Essen 1995, S. 70-88
  • Kupfer, T.: Verschiebungen in der Mitgliederstruktur der anhaltischen Sozialdemokratie zwischen Jahrhundertwende und Nachkriegskrise, in: W. Bramke/U.Heß (Hg.): Sachsen und Mitteldeutschland. Politische, wirtschaftliche und soziale Wandlungen im 20. Jahrhundert, Weimar/Köln/Wien 1995, S. 435-459.

Aufgrund der zahlreichen aus dem Projekt hervorgehenden oder im Zusammenhang mit ihm entstehenden Arbeiten zur Geschichte demokratischer Bewegungen in Mitteldeutschland 1830-1930 konnte beim Böhlau-Verlag/Weimar eigens eine Reihe ("Demokratische Bewegungen in Mitteldeutschland") eingerichtet werden. Die Herausgeber sind Helga Grebing, Hans Mommsen und Karsten Rudolph in Verbindung mit Peter Brandt (Hagen), Simone Lässig (Dresden), Dieter Langewiesche (Tübingen), Richard Saage (Halle-Wittenberg), Gustav Schmidt (Bochum), Klaus Schönhoven (Manheim) und Hartmut Zwahr (Leipzig).

Bislang erschienen sind:

  • Rudolph, K.: Die sächsische Sozialdemokratie vom Kaiserreich zur Republik (1871-1923), Köln 1995
  • Häupel, B.: Die Gründung des Landes Thüringen. Staatsbildung und Reformpolitik 1918 bis 1923, Köln 1995
  • Heidenreich, F.: Demokratie und kulturelle Emanzipation. Arbeiterbewegung und Kulturpolitik im Freistaat Sachsen in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts, Köln 1995
  • Lässig, S.: Wahlrechtskampf und Wahlreform in Sachsen (1895-1909), Köln 1996
  • Kupfer, T.: Sozialdemokratie im Freistaat Anhalt (1918-1933), Köln 1996