Ludwig Rosenberg 1946 bis 1977

Forschungsprojekt

Bürger und Gewerkschafter: Ludwig Rosenberg 1946 bis 1977

Das Forschungsprojekt, das sich in den seit wenigen Jahren zu konstatierenden Aufschwung der Gewerkschafterbiografik einfügt, die den lückenhaften Kenntnisstand über die Gewerkschaftselite im Allgemeinen wie auch die Kenntnis der Gewerkschaftsgeschichte in der Bundesrepublik Deutschland zu erweitern vermag, widmet sich der Biografie Ludwig Rosenbergs in seiner zweiten Lebenshälfte. Dieses Projekt, in erster Linie eine politische, organisations-, aber auch sozialgeschichtliche Biografie, leistet ebenso einen Beitrag zur Debatte über Grundtendenzen der westdeutschen wirtschaftlichen, sozialen und politischen Entwicklung der Nachkriegszeit, wie sie etwa unter dem Begriff der „westernization“ auch auf die Gewerkschaftsgeschichte bezogen worden ist.
Die Biografie fragt nach den politischen Problemen der Gewerkschaften in den 1950er und 1960er Jahren, nach ihren Handlungsspielräumen, ihren Binnenstrukturen und Außenbeziehungen und den Veränderungen der gesellschaftlichen Stellung der Gewerkschaften in diesem Zeitraum. Schließlich fragt sie danach, wie Rosenberg in die Gewerkschaftselite eingeordnet werden kann.
Die Biografie Rosenbergs vermittelt einen vertiefenden Blick auf die Binnenstrukturen des Dachverbands der Gewerkschaften, auf das Verhältnis der Vorsitzenden der Einzelgewerkschaften zum Geschäftsführenden Bundesvorstand sowie auf die Ausgestaltung der politischen Kultur der Gewerkschaften. Ziel des Projektes ist die Erstellung einer allgemein verständlich geschriebenen Biografie über den Zeitraum von 1946 bis 1977.

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Dieses Projekt wird mit Unterstützung der Hans-Böckler-Stiftung bearbeitet.